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Kunst und Wissenschaft als Lebensbegleiter

26.03.2019 — Heinz Wolf wollte immer Lehrer werden. „Ich wusste, dass ich am meisten lernen kann, wenn ich selbst unterrichte“, sagt der 94-Jährige, der seit einiger Zeit im Domizil Landsberger Tor lebt. Noch heute ist er aktiv und gibt sein Wissen und Können an Kunstinteressierte weiter.
Prof. Dr. Heinz Wolf mit einem seiner Bilder in seiner Wohnung im Domizil Berlin-Landsberger Tor.   Foto: Christian Jungeblodt

Prof. Dr. Heinz Wolf mit einem seiner Bilder in seiner Wohnung im Domizil Berlin-Landsberger Tor. Foto: Christian Jungeblodt

Auf seinem Weg zum Pädagogen musste der gebürtige Hallenser einige Umwege nehmen, doch jeden einzelnen betrachtet er als Bereicherung. „Ich habe viele Menschen getroffen, die mich unterstützt haben. Dafür bin ich ewig dankbar.“ Seine großen Leidenschaften – die Kunst und die Wissenschaft – haben ihn sein gesamtes Leben lang begleitet. Das ist bis heute so. Deshalb ist es kein Wunder, dass Prof. Dr. Heinz Wolf in seiner Wohnung im Domizil neben seinen Holzskulpturen und Gemälden auch sein Atelier untergebracht hat. Zur Freude der Mitbewohner und der Mitarbeiter.

Selbst mit über 90 Jahren fasziniert er seine Umgebung mit seiner besonderen Kunstfertigkeit, in der die Wirkung von Farben und Licht eine große Rolle spielt. Im Büro von Iris Hoffmann (63), im Domizil zuständig für die Wohnungsvermietung, hängt ein Triptychon. „Professor Wolf hat für mich den winterlichen Blick in unseren   Hof festgehalten und dabei ein phantastisches Licht erzeugt. Seine Bilder sind fast wie Fotografien“, schwärmt sie. Doch vor der künstlerisch-pädagogischen Karriere stand eine „solide“ Ausbildung, so der Wunsch des Vaters. Deshalb erlernte Heinz Wolf den Beruf des Lokomotiven-Schlossers. „Ich habe höchste Achtung vor jedem Handwerker und jedem Arbeiter, denn sie bilden das Fundament unserer Gesellschaft. Nur wenn die grundlegenden Voraussetzungen gegeben sind, können sich die Menschen den Wissenschaften oder auch der Kunst widmen.“  

Gemalt und gebastelt hat er schon als kleiner Junge. „Von meinem Vater habe ich die Fingerfertigkeit geerbt, von meiner Mutter die künstlerische Begabung.“ Als nach dem Krieg Lehrer gesucht wurden, ergriff er seine Chance. Er unterrichtete und leitete zwischenzeitlich sogar eine Schule, berichtet Heinz Wolf. Der weitere Lebensweg führte ihn nach Studium und Promotion als Kunsthistoriker an die Humboldt Universität Berlin und an die Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Als es eigentlich Zeit für den Ruhestand war, bekam er eine Professur an der privaten „German Film School“ angeboten, die er annahm. Dort brachte er jungen Filmschaffenden die Wirkung von Farben und Licht bei. Mit 84 Jahren hielt er seine letzte Vorlesung. Die Liebe zur Kunst und seine Leidenschaft für das Unterrichten sind geblieben. In seinem Atelier gibt er weiterhin Zeichenkurse. „Ich male noch immer sehr gern“, erzählt Heinz Wolf und deutet auf ein Gemälde, das einen aufgewühlten Himmel über dem Teupitzer See zeigt. „In diesem Bild habe ich die Trauer über den Tod meiner Frau ausgedrückt“, erklärt der dreifache Vater, mehrfache Opa und Uropa. Doch eigentlich besitzen seine Gemälde eine Leuchtkraft, die Ausdruck seiner positiven Lebenseinstellung ist. „Kunst muss berühren, Kultur muss mehr sein als nur bloße Unterhaltung. Ich habe immer versucht, diese Einstellung zu vermitteln und wann immer sie umgesetzt wurde, hat mich das sehr glücklich gemacht.“

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