Gezielte Therapie bei Morbus Parkinson

16.10.2019 — Das Kursana Domizil Buchholz fördert erkrankte Bewohner mit einem speziellen Gruppentraining.
Ergotherapeutin Susann Stübe-Völlger (36) fördert im Kursana Domizil Buchholz mit gezieltem Training an Parkinson erkrankte Bewohner. ©Kursana

Ergotherapeutin Susann Stübe-Völlger (36) fördert im Kursana Domizil Buchholz mit gezieltem Training an Parkinson erkrankte Bewohner. ©Kursana

Seit rund drei Monaten bietet Ergotherapeutin Susann Stübe-Völlger (36) im Kursana Domizil Buchholz eine spezielle Therapiegruppe für an Morbus Parkinson erkrankte Bewohner an. Die Rückmeldungen von den acht Senioren, die regelmäßig einmal wöchentlich das Angebot wahrnehmen, sind durchweg sehr positiv. „Einige Bewohner berichten davon, dass sie sich nach dem Training besser bewegen können“, sagt Susann Stübe-Völlger, die seit 2009 als Leiterin der sozialen Betreuung in der Senioreneinrichtung arbeitet und derzeit im Haus das Therapiekonzept für alterstypische Erkrankungen ausbaut. „Bei allen erlebe ich, dass sie durch die Gruppe enorm an Selbstbewusstsein gewonnen haben: Die Bewohner spornen sich gegenseitig an und arbeiten hoch motiviert mit. Es tut ihnen gut, dass sie selbst etwas zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beitragen können.“

Im Mittelpunkt der Parkinson-Therapiegruppe stehen Übungen für Mobilisierung und Gleichgewicht. Ziel ist es, den eingeschränkten Bewegungsradius der Erkrankten zu erweitern und fließende Bewegungen einzuüben. So startet die Gruppe beispielsweise damit, dass die Senioren auf einem Blatt Papier große Kreise zeichnen, um ihre Schulterpartie zu lockern. In der anschließenden Sitzgymnastik liegt der Fokus auf großen, weichen Bewegungen für die Arme. „Durch die Dehnungen gehen die Bewohner am Ende der Stunde aufrechter und sie bekommen besser Luft“, sagt Susann Stübe-Völlger. Wenn dann gemeinsam die Vokale intoniert werden, haben alle Senioren eine deutlich kraftvollere Stimme.

Ein weiterer Schwerpunkt sind gezielte Übungen im Stehen gegen die Loslaufschwäche und das Symptom der sogenannten „klebenden Füße“. „Unsere Bewohner, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, brauchen oftmals länger, wenn sie den Fahrstuhl verlassen wollen und ärgern sich über ihr Handicap. Doch sobald sie sich aufregen, geht meist gar nichts mehr“, sagt Susann Stübe-Völlger. „In der Gruppe arbeiten wir gezielt daran, entspannt das Gewicht von einem Fuß auf den anderen zu verlagern und die Füße anzuheben.  In einer fließenden Bewegung lässt sich leichter in Gang kommen.“

Nach jeder Therapieeinheit lädt die Ergotherapeutin die Teilnehmer dazu ein, bewusst nachzuspüren und so Stück für Stück ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. Neben dem Parkinson-Gruppentraining arbeiten Susann Stübe-Völlger und eine zweite Ergotherapeutin im Domizil in Einzelstunden daran, jeden Bewohner mit gezielten Übungen individuell zu fördern. „Für mich ist es das größte Geschenk, die Fortschritte unserer Bewohner und ihre Dankbarkeit zu erleben“, sagt Susann Stübe-Völlger, die gerade eine Fortbildung in Bobath-Therapie abgeschlossen hat. Mit der neu erlernten Methode möchte sie künftig Bewohner mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Lähmungen nach einem Schlaganfall gezielt unterstützen. 

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