Geschichten

Therapie der kurzen Wege

26.10.2017 — Keine Wartezeiten, enge Kontakte: Physio- und Ergotherapeuten kommen in den Kursana-Häusern bis ins Zimmer. Im Kursana Domizil Grimmen befindet sich die Physiotherapie-Praxis sogar direkt im Haus – ein Erfahrungsbericht.
Physiotherapeutin Ilka Niebuhr trainiert im Domizil Grimmen mit den Bewohnern Geschick und Balance. Ringe, Tücher und Bälle unterstützen dabei, Beweglichkeit und Durchblutung zu fördern

Physiotherapeutin Ilka Niebuhr trainiert im Domizil Grimmen mit den Bewohnern Geschick und Balance. Ringe, Tücher und Bälle unterstützen dabei, Beweglichkeit und Durchblutung zu fördern

Besuch im Zimmer: Eine Lymphdrainage hilft Anneliese Knoll gegen die Schwellung in den Beinen

Besuch im Zimmer: Eine Lymphdrainage hilft Anneliese Knoll gegen die Schwellung in den Beinen

„Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Baum im Wind.“ Physiotherapeutin Ilka Niebuhr platziert sich hinter Thea Rehfeldt, 85, die barfuß auf einer Matte steht. „Ihr Körper bleibt ganz gerade – wie ein Baumstamm.“ Thea Rehfeldt, Trägerin einer Hüftprothese, die sich mit Schmerzen im rechten Knie eine Behandlungsreihe verschreiben ließ, richtet sich auf, lässt sich von der 37-Jährigen sanft nach rechts schieben, dann nach links: „Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam von einem aufs andere Bein. Wird der Schmerz im Knie größer?“ „Nein, gerade ist er ganz weg!“

Physiotherapeuten helfen den Kursana-Bewohnern, ihre Beweglichkeit wiederzuerlangen. Wenn erforderlich oder gewünscht, besuchen sie ihre Patienten im Haus, sodass für diese keine Wegezeiten anfallen und sie Termine bequem wahrnehmen können. Für Ilka Niebuhr sind die Wege besonders kurz. Sie eröffnete vor vier Jahren ihre Physiotherapiepraxis direkt im Erdgeschoss des Kursana Domizils Grimmen. Bei ihrem Rundgang durch den Pflegewohnbereich des Hauses wird sie von vielen Bewohnern bereits erwartet. Anneliese Knoll, nach dem Einsetzen eines künstlichen Schultergelenks vor Jahresfrist aus dem betreuten Wohnbereich „in die Pflege“ umgezogen, steht bereits an der Tür. Zweimal wöchentlich erhält die 85-Jährige eine Lymphdrainage – mit speziellen Handgriffen regen Physiotherapeuten den Abfluss von Schwellungen in Armen und Beinen an. Auch Gerhard Dronske weiß die Hausbesuche zu schätzen. „Man braucht sich um nichts zu kümmern“, sagt der 89-Jährige. Seine Schultergelenks- und Rückenbeschwerden hätten sich jedes Mal gebessert, nachdem er fachkundig „durchgeknetet“ worden sei.

„Viele unserer Bewohner benötigen ständig physiotherapeutische Anwendungen“, sagt Irene Salomo, 55, Direktorin des Grimmener Domizils. Mehr als die Hälfte der behandelten Bewohner nehme inzwischen die Therapie im Wohnbereich in Anspruch, schätzt sie. „Wochenlanges Warten auf freie Termine ersparen wir den Bewohnern, und nicht mehr mobile Patienten werden direkt am Bett betreut“, erklärt sie die Vorzüge der Hausbesuche. „Außerdem halten dieTherapeuten und unsere Pflegekräfte engen Kontakt miteinander.“ Mindestens einmal wöchentlich stimmt sie sich mit Ilka Niebuhr über medizinische und betreuerische Belange ab, bestätigt auch Wohnbereichsleiterin Heike Vorbau, 35.

Wenig später versammelt sich ein halbes Dutzend gut gelaunter Bewohner mit der Physiotherapeutin in einem Gemeinschaftsraum zur Gruppentherapie. Bälle werfen, Tücher auf- und abwickeln, Ringe greifen – das alles fördert Beweglichkeit, Geschick, Balance, Durchblutung. „Jetzt in den Sommermonaten treffen wir uns auch draußen, laufen über verschiedene Untergründe“, erzählt Bewohnerin Irma Müller, 90.

Unterdessen betritt Ergotherapeutin Melanie Lassek, 29, das Zimmer von Hildegard Benzmann. Aus ihrem Rollstuhl strahlt diese die Therapeutin an: „Ein bisschen üben“ sei fällig, stellt die 87-Jährige fest. Seit ihrem Schlaganfall kann sie Trinkbecher oder Haarbürste nur in der linken Hand halten. „Und deshalb trainieren wir die rechte Seite“, sagt die Ergotherapeutin. Auf Rezept unterstützt sie – wie ihre Kollegin in der Physiotherapie – die geistige und körperliche Fitness der Kursana- Bewohner und stellt ihre Alltagskompetenz soweit wie möglich wieder her. Mit der 87-Jährigen trainiert sie die Beweglichkeit von Fingern und Daumen. 45 Minuten später hält Hildegard Benzmann fröhlich den Becher in ihrer Rechten.
Michaela Mehls

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Michaela Mehls
Pressesprecherin
Tel. +49 30 20 25 25 25

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