Serie: Profi des Alltags // Jenny Dünhöft & Laura Weidenfeller vom Veranstaltungsmanagement des KulturKaufhauses

11.11.2020 —

Das KulturKaufhaus ist für seine zahlreichen Veranstaltungen bekannt und hat sich hier als feste Institution in der Hauptstadt etabliert. Ob Buchvorstellungen, Kurzkonzerte, Workshops oder Signierstunden – in den letzten Jahren gab es kaum ein Event, bei dem nicht jeder Platz besetzt war. Aber gerade in den letzten Monaten wurde das kulturelle Leben überall auf der Welt eingeschränkt, vielerorts ist es sogar komplett zum Erliegen gekommen.

Das haben auch unsere Kolleginnen Jenny Dünhöft und Laura Weidenfeller vom Veranstaltungsmanagement des KulturKaufhauses erlebt: Viele Events wurden schon im März abgesagt, danach gab es für fünf Monate gar keine in der Friedrichstraße. „Erst im August öffnete das KulturKaufhaus langsam wieder seine Pforten für Vor-Ort-Veranstaltungen – natürlich unter Einhaltung der Hygienebestimmungen. Um die nötigen Abstände und Regelungen umsetzen zu können, wurden die Veranstaltungen auf 30 Personen beschränkt, die sich nun auch vorab anmelden müssen”, erzählt Laura Weidenfeller. „Früher fanden hier bis zu 200 Personen Platz. Im Schnitt finden 15 Lesungen oder Konzerte statt, März und April sowie September und Oktober sind dabei Spitzenmonate.” 

Neue Herausforderungen, neue Formate

Das Coronavirus hat die Veranstaltungsbranche hart getroffen, und das macht sich auch in der Zusammenarbeit mit den Labels und den Verlagen der Künstler bemerkbar. Jenny Dünhöft freut sich darüber: „Es herrscht nun mehr Verständnis und mehr Miteinander, man tauscht sich offener aus und findet schneller und unkompliziert Lösungen für alle Herausforderungen.” Der konstruktive Austausch hat zu schönen Ergebnissen geführt, denn die Signierstunde mit Campino von der Band “Die Toten Hosen” wäre ohne Corona wahrscheinlich nicht zustande gekommen. Die beiden sind sich sicher, dass sich durch die neuen Gegebenheiten auch neue Formate und Zielgruppen erschließen: So wurden Lesungen „… aus dem Lesezimmer“ per Online-Format angeboten, um trotz digitaler Distanz den Charme des KulturKaufhauses vermitteln zu können. Dagegen fehlen die Events mit internationalen Künstlern sehr, denn diese können aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden.

Was wirklich wichtig ist

Bei der Frage, was wichtig ist im (Berufs-)Leben, waren sich beide einig: „Das KuKa hat uns immer das Gefühl gegeben, dass wir gebraucht werden. Für viele in unserer Branche ist die berufliche Situation aktuell sehr schwierig. Wir sind dankbar, dass es beim KuKa nicht so war und wir zusätzlich neue Möglichkeiten ausprobieren dürfen.“ Aber auch im Privaten nähme man viel aus der Krise mit, der Alltag sei in vielerlei Hinsicht entschleunigt, erzählen die beiden: „Was uns fehlt, sind die fröhlichen Abende, bei denen man einfach locker und ausgelassen sein kann.“ 

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Everyday Professional: Jenny Dünhöft & Laura Weidenfeller, Event Managers at the KulturKaufhaus 

The KulturKaufhaus is a well-known institution in the capital city. It has established a reputation for numerous events - book presentations, mini concerts, workshops and book signings - there has been hardly an event in recent years where not every seat was taken. But in the past few months, events have been restricted all over the world and in many places, they have come to a complete standstill. Our colleagues Jenny Dünhöft and Laura Weidenfeller, event mangers at KulturKaufhaus know all about it; many events were cancelled in March, and the following five months saw none at all. “It wasn’t until August that the KulturKaufhaus began to open its doors again for on-site events - in compliance with hygiene regulations, of course. In order to be able to ensure social distancing and other regulations, events were limited to 30 people who also had to register in advance”, says Laura Weidenfeller. “By comparison, up to 200 people attended events here in the past and on average, 15 readings or concerts took place each month peaking in March, April, September and October.” 

New challenges, new formats 

The event sector has been badly hit by the corona virus and that has affected the work with labels, artists and publishers. Jenny Dünhöft is happy about it: “There is now a great deal more understanding and cooperation. There is open exchange and uncomplicated solutions are sought for new challenges.” This constructive approach has led to the occasional surprising result; without corona, the autograph event with Campino would probably not have happened. The new situation has resulted in new formats and target groups; for example readings are given online “from the reading room” conveying the charm of the KulturKaufhaus from a distance. However, events with international performers and artists cannot take place in the current situation and are sorely missed. 

What is really important 

Asked what is important in their (working) lives, the two event managers agree; “The KuKa has always given us the feeling that we are needed. For many in the sector, the current job situation is uncertain. We are grateful that this is not so at the KuKa and that we have had the opportunity to try out alternatives.” People are affected by the crisis privately too; there are many aspects of everyday life that have been slowed down, the two are telling. "What we miss are the lively evenings when everyone can relax and enjoy themselves.”

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