Rundum-Netzwerk für die Ältesten

25.10.2017 — Die Betreuung von Hochbetagten erfordert Erfahrung und Einfühlungsvermögen – die Kursana-Mitarbeiter lösen diese Aufgabe mit viel Engagement. Zum Beispiel in der Villa Oberursel.

Kathrin Dagge, 96, liebt das "Mensch ärgere Dich nicht" mit Betreuungskraft Michael Fehling

Haben den gleichen Humor: Ilona Noske, 102, und Beate Mink, stellvertretende Direktorin der Villa, kennen sich seit Jahren

Ilona Noske breitet die „Taunus-Zeitung“ auf dem Tisch vor sich aus – so, als wäre das lokale Blatt ein breites Fundament, auf dem sie sicher durch den Tag gehen kann. Die Lektüre am Morgen gibt ihr Halt, denn sie ist für die 102-jährige Bewohnerin der Villa Oberursel ein jahrzehntealtes Ritual.

„Gerade sehr alte Menschen benötigen einen festen Tagesablauf und Sicherheit im Alltag“, sagt Susanne Lindemann, 49, Direktorin der Villa. „Erinnerungen sind dabei unendlich kostbar.“ Je älter ein Mensch werde, desto praller sei seine Biografie. „Gespräche über die Vergangenheit sind sehr wichtig. Und sie helfen gegen Einsamkeit und Depression“, erläutert sie. Wenn die ausgebildete Pflegefachkraft und Gesundheitsmanagerin gemeinsam mit Ilona Noske die Schlagzeilen liest, erinnert sich die alte Dame häufig an Geschichten aus ihrem Leben. Viele Hochbetagte sind als Zeitzeugen von Weltkriegen und Wirtschaftswunder lebendige Geschichtsbücher. Wer gut zuhört, erfährt Historisches, aber auch etwas über Ängste, Sehnsüchte, Zufriedenheit – und dass Glück viele Gesichter hat.

Die Betreuung von Hochbetagten ist vielschichtig. Alle in der Kursana Villa Oberursel sind daran beteiligt, die Ältesten der Alten mit ihren zunehmenden gesundheitlichen Einschränkungen zu umsorgen. Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten, Sozial-Betreuer, Küchenpersonal – jeder trägt zum Gelingen bei. Derzeit leben in der Senioreneinrichtung am Rande des Taunus vier über 100-Jährige und vierzehn Bewohner zwischen 95 und 100.

„Hochbetagte haben ein erhöhtes Risiko von Mehrfacherkrankungen, gepaart mit Gebrechlichkeit“, sagt Pflegedienstleiterin Peggy Fesselmann- Masuch, 49. Umso wichtiger sei die Vorsorge und Behandlung körperlicher Leiden. In Einzel- und Gruppenaktivitäten werden daher Herz und Kreislauf ebenso trainiert wie Gleichgewicht und Muskelerhalt, um Stürze zu vermeiden. Darüber hinaus hat die Villa ein enges medizinisches Netzwerk aufgebaut, damit Schmerzen schnell behandelt werden können. Auch Hilfsmittel wie Brillen und Hörgeräte werden so stets angepasst.

„Ich helfe auch gern bei der Frisur“, ergänzt Beate Mink, 58, die stellvertretende Direktorin der Villa. „Manchmal werde ich bei der Auswahl der Kleider um Rat gefragt – doch insgesamt wissen die sehr alten Menschen genau, was sie wollen.“ Dabei schaut sie sich im Gemeinschaftsraum um. Hier spielt Kathrin Dagge, 96, mit ihrem Betreuer „Mensch ärgere Dich nicht“. Vorher hat sie ihn beim Lösen eines Kreuzworträtsels verblüfft. Währenddessen erwartet eine andere hochbetagte Bewohnerin freudig den täglichen Besuch ihrer Familie. Sie erzählt von ihrem Haus und dem großen Garten. Auch geduldiges Zuhören gehört zur Betreuung. „Soziale Teilhabe und sinnvolle Tätigkeiten sind auch und gerade im hohen Alter der Schlüssel zur Zufriedenheit“, sagt Beate Mink. Deshalb begrüßt sie es sehr, dass die 102-jährige frühere Sozialarbeiterin Ilona Noske sich nach der morgendlichen Zeitungslektüre um einen Nachbarn kümmert, damit der seine Zwischenmahlzeit nicht vergisst.

Sehr individuell fördert das Pflegepersonal die persönlichen Vorlieben der hochbetagten Bewohner: zum Beispiel mit einem breiten Freizeitangebot von Kreativgruppen über Kegeln bis zu Konzerten. Bewusst lassen sie auch zu, dass die alten Menschen im Garten oder beim Vorbereiten von Küchenarbeiten helfen. „Das gibt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden“, sagt Beate Mink.

Die Angehörigen sind für die Kursana-Mitarbeiter in Oberursel wichtige Ansprechpartner. „Demenz tritt bei unseren Hochbetagten vermehrt auf“, erläutert Direktorin Susanne Lindemann. „Dann sind wir froh über die Mithilfe der Angehörigen.“ Ilona Noskes Tochter Sigrun, 75, nimmt die Gesprächsangebote in der Villa gern wahr, um über das Leben der alten Dame zu berichten. „Die Mitarbeiterinnen geben sich viel Mühe und ‚bemuttern’ meine Mutter“, sagt sie und lächelt zufrieden.
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