Residenz der Begegnungen

22.08.2008 — Seniorenresidenz, Hotel, Restaurant – das fünfstöckige Haus in der St. Galler Moosbruggstrasse Nummer Eins hat viele Gesichter. Ein Rundgang.
© Kursana

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Von Anne Honisch

Erdgeschoss. Rechts von der Rezeption prangt eine Wand aus gelben Briefkästen – einer für jede Wohnung im Haus. Dahinter führt ein Flur zu den Hotelzimmern. „Das Hotel ist zu 70 Prozent ausgebucht und liegt damit über dem St. Galler Durchschnitt“, sagt Cornelis van der Luijt stolz. Er ist Direktor der Seniorenresidenz und des Hotels. Genau in dieser Kombination sieht er auch den Vorteil des Kursana Hauses: Jung und Alt wohnen unter einem Dach. Links von der Rezeption geht es zum Restaurant. Es ist wegen seines guten Essens sehr gefragt, gekocht wird schweizerisch. An den Tischen sitzen nicht nur Senioren und Hotelgäste; Mitarbeiter der benachbarten Behörden kommen zum Mittagessen, Familien aus St. Gallen zum Brunchen. Neben der Eingangstür steht ein Flügel. „Abends geben Studenten der St. Galler Kantonsschule hier Konzerte“, erklärt Cornelis van der Luijt. Als die Seniorenresidenz 1988 eröffnet wurde, hatten das Restaurant und das Hotel eine kleine „Nebenfunktion“: Sie waren die einzigen Orte, an denen Alkohol ausgeschenkt werden durfte; in der Seniorenresidenz war es verboten.

Zweiter Stock; in einer Wohnung. Enten, Enten, Enten. Wohin das Auge blickt. Aus Keramik, aus Metall, aus Holz, aus Porzellan. Und mittendrin, auf ihrer weißen Couch, sitzt Ursula Ulrich. Sie ist 87 Jahre alt und lebt seit 2005 in der Kursana Residenz. Sie habe Glück gehabt, dass damals eine Wohnung frei geworden sei, sagt sie. In der Tat: „Alle 52 Appartements in der Residenz sind auch derzeit ausgebucht“, erklärt Cornelis van der Luijt. Jede Wohnung hat einen anderen Grundriss; im Schnitt sind sie zwischen 35 und 80 Quadratmeter groß, mit Bad und einer Küchenzeile. Wenn Senioren ein Appartement mieten, können sie ein Dienstleistungspaket dazu buchen. Dann bekommen sie ein Drei-Gänge-Menü und Salat zum Mittagessen, ihre Wohnung wird gereinigt und ihre Wäsche gewaschen. Zusätzlich können sie an allen Veranstaltungen im Haus teilnehmen. Übrigens: Neben Porzellan-Enten dürfen die Mieter auch echte Haustiere mitbringen.

Vierter Stock. Eine junge Frau bringt der Bewohnerin, die im Rollstuhl sitzt, das Essen, schneidet es klein und reicht es ihr. Im Nebenzimmer hilft ein Pfleger einer anderen Frau aus ihrem Bett und begleitet sie in das Badezimmer. Im Pflegebereich wohnen Senioren, die im Alltag Hilfe benötigen. Manche mehr, manche weniger; insgesamt gibt es zwölf Zimmer. Zur Pflege gehört auch die sogenannte „Animation“. Die beiden Mitarbeiterinnen Ruth de Santi und Katharina Bonhon kochen oder backen mit den Senioren, machen Gedächtnis- und Sprachspiele, basteln und lesen vor. Ziel sei es, alle Sinne zu aktivieren, so die beiden. Auch für die Mieter in den Appartements gibt es ein Animationsprogramm: Englischsprachkurse, Gymnastikstunden, Ausflüge, Jassen, Dia-Vorträge und einen Singkreis … eigene Vorschläge sind immer herzlich willkommen.

Fünfter Stock. Der hölzerne Dachgiebel des Hauses ist ein großer länglicher Raum, von dem aus man die gesamte Altstadt überblickt und es wird deutlich, wie günstig das Haus liegt: Theater, Park, Museen und Messegelände sind nur wenige Minuten entfernt. Jeden letzten Donnerstag im Monat verabreden sich hier die Bewohner und Mitarbeiter zum „Giebeltreff“. Dann besprechen sie Veränderungen, Pläne und Wünsche – alles rund ums Kursana-Haus.

Fährt man mit dem Fahrstuhl wieder nach unten und steigt im ersten Untergeschoss aus, steht man vor einem Migros und einem Zeitungskiosk. Wie im Restaurant begegnen sich auch hier alle: Bewohner, Hotelgäste und Kunden aus St. Gallen.
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