Chinas Drachenkopf

22.03.2017 — Der Bezirk Pudong der Metropole Shanghai symbolisiert das neue China. Eine Begegnung.

Als Anfang der 1980er Jahre die chinesischen Wirtschaftsreformen begonnen, wurde Shanghai zunächst von den südlichen Provinzen überflügelt. Noch vor 25 Jahren war der Bezirk Pudong, der heute ein Sechstel der Stadtfläche einnimmt, von der Landwirtschaft geprägt. Nun symbolisiert Pudong den Erfolg der chinesischen Öffnungsund Reformpolitik – und dient als Testfeld für weitere Reformschritte. 2013 eröffnete eine Freihandelszone, die Shanghai Pilot Free Trade Zone, um Chinas marktwirtschaftliche Modernisierung voranzutreiben. Im Finanzviertel von Pudong kratzen die Tower aller Großbanken den Shanghaier Himmel. Im Osten befinden sich die beiden Tiefwasser-Häfen Waigaoqiao und Yangshan. Daneben siedeln sich in Pudongs Hightech-Zonen viele Industrieunternehmen mit ihren Forschungs- und Entwicklungszentren an.

Ein sicherer, sauberer Hafen – zu Besuch im Zollfrei-Gebiet Waigaoqiao


Über die Autobahn nach Waigaoqiao streckt sich ein rot und gelb gestrichener Stahlbogen. „China Shanghai Pilot Free Trade Zone“ steht darauf. Kurze Zeit später ist das Zollfrei-Gebiet Waigaoqiao erreicht, das ebenso wie der Tiefseehafen Yangshan zur 29 Quadratkilometer großen Freihandelszone Pudong gehört. Mit 33,6 Millionen TEU Umschlag im Jahr 2014 führt der Hafen von Shanghai die Liste der weltweit größten Containerhäfen an. TEU steht für Twenty-foot Equivalent Unit, der Standardcontainer mit 20 Fuß. Eine von zehn Anlagen: der Containerhafen Phase 5 und 6 der Shanghai Waigaoqiao Port Zone. Soweit das Auge reicht: Brücken, Kräne, Schiffe mit bis zu 100.000 Tonnen. Und Container, haushohe Reihen von Containern. Auf vielen steht „Cosco“ oder „Maersk“, auch „China Shipping“ ist häufig zu lesen. Knapp vier Wochen sind die Container auf See, bis sie in Los Angeles, Hamburg oder Antwerpen ankommen.

Zu den Freiheiten einer Freihandelszone zählen Investitions- und Handelserleichterungen, Währungswechselfreiheit, hochef f iziente und bequeme Abwicklung und ein standardisiertes Rechtsumfeld. Shanghai Waigaoqiao Port liegt außerhalb der Zollgrenze, daher ist es erlaubt, ausländische Waren zollfrei ein- und auszuführen. In einem Containerhafen bedeutet das: Unternehmen dürfen mit einem Frachtbrief ihre Containerwaren direkt im Hafen abholen und sie in die Freihandelszone transportieren, noch bevor sie die notwendigen Zollformalitäten erledigt haben. So lässt sich das Verfahren der Zollkontrolle verkürzen und Logistikkosten sparen. (Quelle: China heute). Zu den Konzessionen an eine Freihandelszone gehören strenge Sicherheitsvorgaben, die die Freiheiten schützen. Zugang zum Hafengebiet erhält man daher nur mit einem special permit; bewegen darf man sich nur mit dem Bus des Hafenbetreibers.

Seit 2003 betreibt die Shanghai International Port (Group) (SIPG) die Häfen, ebenso die von Chongqing, Yibin, Changsa, Jinjiang, Nanjing und Wuhan. Als staatliches Tochterunternehmen der SIPG stellt die Shanghai Mingdong Container Terminals Ltd. (SMCT) ein umfassendes Servicepaket für Container- und Stückgutfracht zur Verfügung. Das beginnt mit dem Laden und Löschen der Fracht, reicht über Lagerhaltung, Containerreinigung und Hafensicherheit bis zu Transportdiensten innerhalb des Hafengebietes.

In einem Bus der SMCT sitzen wir gerade und fahren durch das Hafengebiet. Mit an Bord: Sun Jia Qi, der Supervisor von SMCT. „Unser Unternehmen ist wie eine Maschine“, erzählt er, „jedes Teil ist wichtig.“ Für Gebäudereinigungsund Sicherheitsdienste hat er schon vor vielen Jahren ein FM-Unternehmen mit deutschen Wurzeln verpflichtet: 110 Dussmann- Mitarbeiter sorgen seit 2004 für stete Sauberkeit im Verwaltungsgebäude, in den Wohnheimen der SMCT-Beschäftigten und weiteren Hafengebäuden. Aber auch, wenn in einem Container Flüssigkeiten ausgelaufen sind und beseitigt werden müssen oder andere Verschmutzungen auftreten, sind sie im Einsatz. Sogar Maschinenreinigungen werden von ihnen übernommen. Im Schnitt kommen in diesem riesigen Hafengebiet 10.000 Quadratmeter Fläche auf einen Reinigungsmitarbeiter. Zum Team gehören auch 30 Sicherheitskräfte von Dussmann Service. Sie wachen über die verschiedenen Pforten im Hafengebiet, bestreifen die Gebäude der SMCT und stellen Wachposten an anderen Stellen auf dem Gelände. „Ich bin sehr zufrieden. Dussmann ist professionell und individuell. Man spürt die deutsche Effizienz“, sagt Sun Jia Qi. Und lobt den Dussmann-Projektmanager Liu Pei Chao: „Er managt sein großes Team sehr gut, ich vertraue ihm.“ Vertrauen bildet einen hohen, vielleicht den höchsten kulturellen Wert in China. Während ein deutscher Geschäftsmann sagt: „Warum sollen wir befreundet sein? Wir wollen doch Geschäfte miteinander machen!“, sagt der chinesische Geschäftsmann: „Warum sollen wir Geschäfte machen? Wir sind ja nicht einmal befreundet!“

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